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Warum glaubst du eigentlich an Gott?

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Herz bei Nacht

Um dir diese Frage beantworten zu können, lass mich dir erzählen, wie ich Gott überhaupt kennengelernt habe:

Meine endgültige Entscheidung, an Gott zu glauben, habe ich mit 17 getroffen. Aber wie jede gute Story begann meine Reise zu und mit Gott schon viel früher. Meine Eltern haben mich als Baby taufen lassen, allerdings hat der Glaube in unserer Familie keine besondere Rolle gespielt. In der Grundschule hatte ich aber eine tolle Religionslehrerin, die uns sehr praktisch gezeigt hat, wie wir mit Gott reden können. Wir haben viel gesungen, gebetet und später war ich bei ihr im Kinderchor, sang regelmäßig christliche Lieder und habe bei Musicals zu biblischen Geschichten mitgespielt. Mit 14 stand dann die Konfirmation an. Anders als die anderen wollte ich es nicht nur fürs Geld machen, ich wollte wirklich an Gott glauben. Ich wollte es ernst meinen. Zugegeben, rückblickend finde ich mich etwas überheblich, mein Konfi-Spruch war nämlich: Gott ist nahe allen, die ihn anrufen, allen die ihn ernstlich anrufen. Eine Zeit lang bin ich nach der Konfirmation noch regelmäßig in den Gottesdienst gegangen, das verlief aber irgendwann im Sande – zu wenig Gleichaltrige, zu wenig Kontakt und Austausch mit anderen Gläubigen und vielleicht wurden mir die kritischen Kommentare meiner Familie irgendwann zu viel.

Mit 17 kam dann nochmal ein entscheidender Punkt für mich. Ein Schulfreund hatte mich zu der Jugendgruppe seiner Gemeinde eingeladen. Als ich das erste Mal dort war, war ich total überwältigt: die Musik war modern, die Texte verständlich und die Leute unfassbar herzlich, obwohl sie mich nicht kannten. Ich spürte zum ersten Mal eine ganz andere Atmosphäre während einer christlichen Versammlung: Gott war irgendwie greifbar für mich. Ich konnte persönlich mit ihm reden und die Atmosphäre, sowie das Miteinander waren geprägt von seiner Liebe und seinem Frieden. Sowas hatte ich bisher noch nie erlebt in einem Gottesdienst. Zu dem Zeitpunkt ging es mir ehrlich gesagt emotional sehr schlecht. Ich hatte wenig Lebensfreude, habe oft und viel geweint und hatte kein gesundes Essverhalten. Die Begegnung mit Gott hat mir da irgendwie geholfen rauszukommen. Es wurde zwar nicht alles sofort besser, aber Stück für Stück durfte ich erkennen, dass mein Leben wertvoll ist und ich von Gott geliebt und gewollt bin. Damals begann ein Heilungsprozess, der sich über viele Jahre erstreckte und der glaube ich noch nicht zu 100% abgeschlossen ist. Aber die neu gewonnene Perspektive, die ich durch meinen Glauben gefunden habe, will ich nicht mehr missen. Ich liebe es mit Gott unterwegs zu sein und bin froh, dass er damals in mein Leben gekommen ist. 

Mittlerweile kann ich mich wieder mehr am Leben freuen und meiner Zukunft positiv entgegenblicken. Ich bin gespannt, was da noch so kommen wird und vor allem auf die Abenteuer, die ich mit meinem großen Gott erleben darf.

Von: Jessica