Ich habe zwei Schwestern und bin der Mittlere von uns dreien. Mein Vater wuchs katholisch auf, in einem Dorf an der Grenze Baden-Württembergs zu Bayern. Erst mit Anfang 20 hatte er eine eigene Bibel und las diese, um sie mehr kennenzulernen. Er konvertierte mit Mitte 20 zum Protestantismus. Meine Mutter war während ihrer Ausbildung zur Kinderkrankenschwester zum Glauben gekommen. Ihr Elternhaus war halb atheistisch, halb protestantisch gewesen. Meine Oma mütterlicherseits war bis zu Ihrem Lebensende eine Frau, die viel betete, insbesondere für uns, ihre Familie.
In dieses Elternhaus wurde ich also hineingeboren. Es gab vor dem Essen (meistens nur abends) ein Tischgebet, meine Eltern lasen die Losungen, erzählten mir und meinen Schwestern Geschichten aus der Bibel, beteten mit uns und brachten uns sonntags in den Kindergottesdienst. Später war ich in der Jungschar und hatte dort viel Spaß und Action mit anderen Kindern in meinem Alter. Kanu fahren, backen, singen, aus der Bibel hören und was man da sonst so an wunderbaren gemeinschaftlichen Aktionen macht.
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