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Physikstudium und Hausgemeinde

Nach den zwei Jahren in Dresden begann ich zum Wintersemester 2011 in Heidelberg zu studieren. Theologie, Psychologie und Physik hatte ich in Betracht gezogen, am Ende entschied ich mich für die Physik. 2010 hatte ich ein Netzwerk von Hausgemeinden, Hoffnung Deutschland, kennengelernt und war begeistert davon, wie sie Gemeinde und Jesus-Nachfolge lebten. Vieles davon war sehr ähnlich zu dem, was ich in den zwei Jahren in Dresden bei meiner Arbeit und bei Pais:Deutschland erlebt hatte. 

So entschied ich mich nach einem längeren Prozess, mit meinem engsten Freund Tim in Heidelberg eine Hausgemeinde zu gründen. Ich wünschte mir sehr, dass dort Menschen Gott kennenlernen würden. Und so machten wir uns gemeinsam auf den Weg, probierten aus, machten Fehler, lernten daraus und gingen Schritt für Schritt weiter. Nach ein paar Jahren waren wir auf drei Hausgemeinden angewachsen und durften erleben, wie vereinzelt Menschen zum Glauben an Jesus kamen.

Das Physik-Studium war ein Vollzeit-Job – und nebenher gründete und leitete ich eine Gemeinde. Das war viel, manchmal zu viel, und zum Ende des Semesters ging ich oft auf dem Zahnfleisch. Ich kann Gott nur danken, dass ich damals nicht krachen ging und im Burnout landete, wo ich mich selbst sehr überforderte und überzogene Erwartungen an mich hatte. Immer wieder gab er mir Kraft in schweren Zeiten. Und bei Gebetsspaziergängen und in Gebetszeiten gab er mir stückweise hilfreiche Erkenntnisse über mich selbst, wo ich mich selbst nicht verstand.

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