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Eine Begegnung mit Gottes Liebe

Im Februar 2010 hatte ich eine sehr tiefgehende Begegnung mit Gott. Ich war mit meinen FSJ-Kollegen bei einer Konferenz in Oerlinghausen. Dort kamen lauter junge Christen zusammen, die ihr FSJ an Schulen leisteten. An einem Nachmittag der Konferenz war ich in einem Aufenthaltsraum mit einer anderen Person ins Gespräch vertieft. Mitten in diesem Gespräch hatte ich das starke Gefühl in mir, dass wir beten sollten. Das sagte ich der Person, und so unterbrachen wir unser Gespräch und beteten.

In diesem Gebet kam mir ein klares Bild vor Augen. Es war eine Szene, die mich an eine Situation in einem Buch von C.S. Lewis, im ersten Buch seiner „Chroniken von Narnia“ (LINK zu Wikipedia), erinnerte. In der Geschichte hatte ein kleiner Junge großen Schaden angerichtet und Böses in eine unberührte, gute Welt gebracht, in dem Versuch, seiner schwerkranken Mutter Hilfe zu verschaffen. Er schämte sich sehr für das, was er durch sein Handeln ausgelöst hatte. Der Löwe Aslan, der Jesus Christus in den Narnia-Geschichten repräsentiert, konfrontierte ihn klar, aber liebevoll, mit seinen egoistischen Motivationen und seinem Handeln. 

Die Szene, die mir beim Beten vor das innere Auge trat, war etwas anders als das Original: Der Junge trat auf den Löwen Aslan zu und klammerte sich weinend und beschämt an dessen Mähne. Er hatte Angst, dass der Löwe böse auf ihn sei und schaute beständig nach unten, auf dessen Tatzen. Irgendwann schaute er dann doch nach oben. Und da sah er, wie der Löwe ihn voll Mitleid und mit großer Liebe ansah und mit ihm über das weinte, was ihn bedrückte. 

Genauso hatte ich in dem Moment das Gefühl, dass Gott mich anschaute und mich bis in mein Innerstes durchschaute. Als wäre ich innerlich nackt vor Gott und alle meine Gedanken und all mein bisheriges Handeln lägen offen vor ihm. Aber das Besondere für mich war: Ich hatte keine Angst oder Unsicherheit dabei. Ganz im Gegenteil fühlte ich mich unter diesem Blick geliebt und angenommen. Und ich empfand tief in mir, dass der, der mich da anschaute, durch und durch gut war. Das bewegte mich sehr.

Dieses Bild und dieser Eindruck aus dem Gebet blieben danach über mehrere Wochen sehr präsent in mir. Ich fühlte mich wie auf Wolke sieben, war tief glücklich und erfüllt von dem Begreifen, dass Gott durch und durch gut ist. Und sicher auch davon, dass ich bei ihm und von ihm angenommen bin.

Gegen Ende meines FSJs entschied ich mich, eine Anfrage von Pais:Deutschland anzunehmen und ein zweites Jahr in Dresden zu bleiben, als Teamleiter von drei FSJlern. Auch in meinem zweiten Jahr hatte ich sehr prägende Erlebnisse mit Gott, aber diese alle zu erzählen, würde hier den Rahmen sprengen.

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