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Von Gott nach Dresden geführt

Mit dem nahenden Schulabschluss drängte sich mir auch die Frage auf, wie es für mich nach der Schule weitergehen sollte. Zur Bundeswehr (es gab noch eine Wehrpflicht) wollte ich nicht, da ich keinen Sinn darin sah. So verweigerte ich den Wehrdienst und entschied mich für ein Jahr Zivildienst. 

Ich überlegte und recherchierte, was ich machen könnte – und dann tauchte eines Tages, gegen Ende des Jahres 2008, eine unbeschriebene Postkarte auf meinem Schreibtisch auf. Bis heute weiß ich nicht, wo diese Postkarte herkam. Die Postkarte stammte von einem Verein in Dresden. Die Gründerin, Sabine Ball, war einige Wochen später auf einer Konferenz in Stuttgart, die ich sowieso vorhatte zu besuchen. Und so entschied ich mich, ihren Vortrag anzuhören. 

Auf der Konferenz traf ich zufällig einen Freund und redete mit ihm über meine Ideen. Er meinte, er kenne da jemanden, der bei dem Verein in Dresden selbst ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) gemacht habe. Dieser Mann war auch auf der Konferenz. Ich konnte ihn noch an dem Tag treffen und zu seiner Zeit in Dresden ausfragen. Er war begeistert und gab mir eine klare Empfehlung, mich bei dem Verein zu bewerben. 

All diese Begebenheiten zusammengenommen gaben mir genug Anlass, mich beim stoffwechsel e.V. in Dresden für meinen Zivildienst zu bewerben. Die Bewerbung war erfolgreich und so durfte ich im Sommer 2009 mein FSJ in Dresden beginnen, in Kooperation mit einem zweiten Verein, Pais:Deutschland, was meinen weiteren Weg und Glauben stark prägen sollte.

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